
Wir verlassen den Etosha Nationalpark am spĂ€teren Nachmittag durch das Van-Lindequist-Gate und erreichen schon bald den Mushara Outpost. Mushara hat drei recht weit voneinander entfernte EingĂ€nge: einen zum Campingplatz, einen zur Lodge und einen zum Outpost (Aussenposten). Das GelĂ€nde muss riesig sein! Und so ist auch unser Zelt relativ weit vom Haupthaus, das wie ein Farmhaus aussieht, entfernt â insbesondere, wenn es mehr als 40 Grad heiss ist⊠đ
Inhalt
Mushara Outpost
Der Mushara Outpost, quasi der Aussenposten der Lodge, besteht aus einem grossen Haupthaus, einem schönen Shop, einem Pool und viel Buschland drumherum. Die Wege sind fĂŒr einmal nicht sandig und somit sehr angenehm zu gehen. Unser erster Eindruck: Hier ist alles sehr grosszĂŒgig, sogar in den InnenrĂ€umen.


Unser Zelt-Bungalow, das auf einem massiven Holzplateau steht, verfĂŒgt ĂŒber eine Klimaanlage! Etwas verrĂŒckt, nicht? Aber ich bin sehr froh, kann ich mich kurz im kalten Luftstrom etwas abkĂŒhlen. Das Irre ist einfach: Schon beim Zubettgehen ist die Klimaanlage wieder völlig ĂŒberflĂŒssig! Doch vorher gibt es noch Abendessen. Wir können aus verschiedenen Gerichten auswĂ€hlen und auch kleine Portionen bestellen. Das funktioniert tatsĂ€chlich!





Ohne Absacker fallen wir, glĂŒcklich ob der vielen Tiersichtungen wĂ€hrend unserer Etosha-Durchquerung, todmĂŒde ins Bett â, um noch vor Mitternacht wieder knallwach zu werden: irgendetwas hat unser Zelt-Bungalow durch einen gewaltigen Stoss erschĂŒttert. Was ist jetzt los?! Ein Erdbeben?! Draussen schnauft und schnaubt ein Tier â hat es das Zelt durchgeschĂŒttelt? Wir wissen es nicht, aber das alles ist ein wenig unheimlich. Ich schlafe schlecht. Am Morgen erfahren wir dann, dass wohl ein Kudu ĂŒber einen Spanndraht gestolpert sein muss⊠Einer der DrĂ€hte ist jedenfalls locker, und die Chefin sagt, dass das nicht zum ersten Mal passiert ist. Man könnte ja die DrĂ€hte etwas sichtbarer machen⊠Könnte funktionieren.
Pirschfahrt bis zum Sandsturm
5:15 Uhr ist Tagwache, 6:30 Uhr Abfahrt. Die Pirschfahrt wird uns wieder in den Etosha fĂŒhren. Unser Guide hat sich in den Kopf gesetzt, uns Löwen zu zeigen. Wir fahren also viele Kilometer, bis er sie endlich entdeckt. Zwei Löwinnen, die sich das FrĂŒhstĂŒck erjagen wollen.

Dabei gibt es noch sooo viele andere Tiere, die wir auch gesehen haben â nur auf diesem einen Gamedrive!






Mittlerweile hat es schon ziemlich viel Sand in der Luft. Zuerst ist das nicht so aufgefallen, wir haben nur festgestellt, dass es «dunstiger» wird. Als die Augen immer mehr MĂŒhe bekommen, wird klar, dass wir durch einen beginnenden Sandsturm fahren. Wir mummeln uns ein, ziehen die HĂŒte weit ins Gesicht⊠Von der RĂŒckfahrt bekomme ich nur wenig mit. Immerhin bleibt der Sandsturm im Etosha hĂ€ngen!



Umziehen, Entstauben, Mittagessen… alles ergibt sich ganz von allein. FĂŒr heute haben wir keine PlĂ€ne mehr, ausser im Pool abkĂŒhlen â es ist schon wieder wahnsinnig heiss. Dann ApĂ©ro auf der Terrasse und Abendessen auf dem Grillplatz, wo schön aufgedeckt ist. Was will man mehr?!

Das BĂŒfett bietet viel Auswahl und ich esse noch ein letztes Mal Impala (leider etwas zĂ€h) und GemĂŒse. Heinz wĂ€hlt Kudu-Ossobuco und ist zufrieden damit. Schmorgericht. Logisch, muss das gut sein đ Mit dem Dessert bin ich nicht ganz happy, denn da ist ein GewĂŒrz dran, das fĂŒr mich nach Abwaschwasser schmeckt. Ich muss zugeben: Mit einigen namibischen Gerichten stehe ich schon etwas auf «Kriegsfuss».
Gewitter und der erste Regen
Ein Gewitter zieht auf, ist aber noch weit weg. Wir geniessen den Abend, setzen uns mit einem G&T vor unserem Zelt auf die Terrasse und beobachten die Blitze. Irgendwann gehen wir rein und ins Bett â um spĂ€ter von einem ohrenbetĂ€ubenden Knall geweckt zu werden. Es donnert und blitzt unablĂ€ssig, und dann beginnt es wie aus Badewannen zu schĂŒtten! Hoffentlich hĂ€lt das Dach dichtâŠ

Eigentlich ist nicht an Schlaf zu denken, aber irgendwann schlafen wir doch ein. Um wieder von gewaltigen Donnern geweckt zu werden. Eine unruhige Nacht, aber das Dach bleibt tatsÀchlich dicht. Im Gegensatz zu jenem eines britischen Paares⊠Nun, das war also der erste Regen der Saison. Ab jetzt ist im Etosha und in seiner Umgebung die Malaria-Prophylaxe Àusserst empfehlenswert. Aber wir verlassen ja die Gegend, deshalb lassen wir das Medikament in der Reiseapotheke.
Dass es geregnet hat, ist der Natur schon nicht mehr anzusehen, zumal die Sonne beim Auftrocknen hilft. Nach dem FrĂŒhstĂŒck (Toast mit Marula-KonfitĂŒre â yammieâŠ) ziehen wir los. Wir fahren sĂŒdwĂ€rts, wieder allgemeine Richtung Windhoek. Auf schön asphaltierten Strassen!
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© Text: Inge Jucker; Fotos: Heinz Jucker | TravelExperience.ch | 2024
Offenlegung: Wir haben die ganze Reise aus der eigenen Tasche bezahlt.
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