Wir übernachten knapp ausserhalb des Etosha Nationalparks, im Ongava Tented Camp. Unsere Safaris führen uns sowohl in die Umgebung des Camps als auch in den Etosha Nationalpark. Tiere sehen wir hier auf Schritt und Tritt.
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In der Umgebung des Ongava Tented Camps leben Löwenrudel. Eine der Damen posiert perfekt am Wasserloch.

Wir haben das Twyfelfontein Adventure Camp verlassen. Schön war es hier 😊 Bis zur nächsten Unterkunft, dem Ongava Tented Camp, sind es 335 Kilometer, also tanken wir erst einmal. Die Tankstelle in Twyfelfontein scheint uns jedoch etwas zweifelhaft zu sein, weshalb wir erst in Khorixas, der Hauptstadt des Bezirks Kunene, Benzin fassen. Die Strasse Richtung Etosha ist asphaltiert, ausser der Zufahrt zum Camp: 20 staubige Kilometer, die uns aber durch Tiersichtungen versüsst werden. Als erstes sagen wir Zebras «Hallo!» Dann Impalas. Man merkt, dass man hier sehr nahe am tierreichen Etosha Nationalpark ist.

Das offene Camp

Wie überall ist die Begrüssung sehr herzlich: Mit freundlichem Lachen wird uns ein kaltes, fruchtiges Getränk und ein feuchter, nach Mandeln duftender Waschlappen überreicht. Das tut so richtig gut! Wir spazieren zum Haupthaus fürs Check-In und werden informiert, dass wir nachts nicht alleine unterwegs sein dürfen. Weil das Camp nicht eingezäunt ist, spazieren hier Tiere durch, die sich für Menschen interessieren könnten… Wir müssen nach dem Abendessen also einen bewaffneten Mitarbeiter bitten, uns zu begleiten. Alles klar!

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Im offenen Hauptgebäude sieht man überall in die Natur hinaus.

Dann werden wir zu unserem «Room Nr. 7» gebracht. Das Zelt, auf einer Holzplattform, ist nicht allzu weit vom Hauptgebäude entfernt. Wir spazieren durch den Sand, während zwei Kofferträger um unser Gepäck bemüht sind. Wow! Was für ein «Zelt-Haus»! Wir richten uns hier noch so gerne ein und finden es sehr gemütlich. Glamping vom Feinsten 😊

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Unser Zelt Nr. 7 von aussen.

Viel Zeit bleibt uns jedoch nicht, die hübsche Unterkunft zu geniessen, denn schon geht es auf die nachmittägliche Pirschfahrt.

Pirschfahrt im Ongava-Gebiet

Unser Highlight während der Fahrt mit dem Safari-Auto durch die Umgebung der Lodge, sind eindeutig die Löwen. Ein ganzes Rudel liegt faul ums Wasserloch herum und wir fotografieren, was das Zeug hält. Die Löwinnen sind so richtig entspannt, gähnen in die Kamera, entschliessen sich, etwas Wasser zu schlabbern, und sind wirklich fotogen. Wahrscheinlich wissen sie das… 😉

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Siehst Du das Schmunzeln auch?
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Die Löwin stillt ihren Durst.
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Gähnen ist die andere Art, Zähne zu zeigen…
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Wir nehmen es heute gemütlich.

Der Sonnenuntergang wird auch im Ongava-Gebiet mit einem Gin & Tonic gefeiert, ausserdem gibt es Trockenfleisch und Crackers dazu. Doch –, so kann man es sich wirklich gutgehen lassen! Wir geniessen das warme Licht der untergehenden Sonne und den GT aus dem Bierglas.

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Wir werden wahrlich verwöhnt!
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Der Tag verabschiedet sich mit einem fulminanten Farbenrausch.

Danach geht’s direkt zum Abendessen und dem gemütlichen Ausklingen des Tages – mit Blick aufs Wasserloch! Dort ist fast immer etwas los, und seien es auch nur die Perlhühner, die sich erfrischen. Weil wir schon um zehn Uhr ins Bett fallen, verpassen wir die Elefanten, die später vorbeischauen. Okay, wir hätten uns bis Mitternacht gedulden müssen…

Pirschfahrt in den Etosha Nationalpark

Der Wecker geht um 5:30 Uhr, um 7 Uhr ist Abfahrt. Die Temperaturen sind recht angenehm, aber immer noch frisch. Wegen der erhöhten Sitzweise im Safari-Gefährt, sind wir aber froh, dass wir in unseren Daunenjacken gut gegen den Fahrtwind geschützt sind. Am Eingangstor zum Etosha Nationalpark, dem Andersson-Gate, stehen wir kurz Schlange. Ongava-Fahrzeuge werden also nicht bevorzugt behandelt.

Nachdem der Papierkrieg erledigt ist, fahren wir auf asphaltierter Strasse nach Okaukuejo. Hier gibt es zwei Läden, Toiletten, eine Tankstelle und ein Resort. Angeblich das beliebteste innerhalb des Parks. Wir fahren weiter zum Rand der Etosha-Pfanne, eine endlos wirkende Fläche… Man soll sie auch vom Weltall aus sehen können, sagt man uns.

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Endlose Weite: die Etosha-Pfanne.

Am ersten Wasserloch wimmelt es von Springböcken! Genauso am zweiten. Aber dort gesellt sich auch ein stattlicher Elen-Bock dazu. Eine Hyäne trottet einige Meter vom Strassenrand entfernt, was eher ungewöhnlich ist. Normalerweise sind diese Tiere nachtaktiv. Vermutlich ist sie hungrig.

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Betrieb am Wasserloch, in der Mitte der Elen-Bock.
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Ist sie nicht einfach zauberhaft, diese elegante Giraffe?!

Wir spüren unsere Mägen auch langsam, denn wie üblich haben wir das Frühstück ausgelassen und sind direkt auf Pirschfahrt gegangen. Jetzt fahren wir zurück zum Camp, wo wir wieder mit einem Mandeltuch und Fruchtdrink empfangen werden.

Es ist mittlerweile wieder ganz schön heiss geworden. Wir geniessen das Mittagessen im Schatten des Haupthauses: Fisch mit Gemüse und zum Dessert Glace. Weil es grad so schön entspannt ist, beschliessen wir, den Nachmittagsdrive abzusagen und dafür etwas zu faulenzen und das Wasserloch zu beobachten. Mittlerweile herrschen bestimmt schon 40 °C…

Während des Abendessens bei Kerzenlicht sind keine Tiersichtungen am Wasserloch zu vermelden. Keine Elefanten um Mitternacht und auch die Rhinozerosse lassen sich nicht blicken. Also lassen wir uns von der bewaffneten Managerin on duty zum Zelt geleiten und packen schon ein wenig vor. Am nächsten Tag geht die Reise durch den Etosha Nationalpark zum Mushara Outpost etwas ausserhalb des Ostendes des Nationalparks.

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Ein solch romantisches Dinner lässt man sich doch gerne angedeihen…

Nach dem herzhaften Frühstück mit Hörnchenbesuch und nach der herzlichen Verabschiedung der Mitarbeiterinnen, fahren wir zum Eingangstor des Etosha Nationalparks.

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Dieser Squirrel hat es auf das Frühstücksbüfett abgesehen. Wir amüsieren uns sehr…

Weiterführende Links

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>>> Zurück zu Twyfelfontein und seine Wüstenelefanten

>>> Zurück nach Swakopmund, kleine Stadt der Abkühlung

>>> Zurück zu Die Namib-Wüste – schön und sandig

>>> Zurück zu Bagatelle Kalahari – unter Nashörnern und Geparden

>>> Zurück zu Windhoek – das Tor zu Namibia

>>> Zurück zu Namibia: Übersicht über unsere Rundreise

>>> Weiter zu Namibia: Allgemeine Reisetipps

>>> Weiter zu Namibia: Tipps für Selbstfahrerinnen und -fahrer

© Text: Inge Jucker; Fotos: Heinz Jucker | TravelExperience.ch | 2024

Offenlegung: Wir haben die ganze Reise selber bezahlt.