
In diesem Teil 2 unserer Kreuzfahrt von Singapur nach Sydney geht es um den Teil in Australien. Was wir von Singapur bis Komodo erlebt haben, kannst Du in Teil 1 entdecken: Oceania-Kreuzfahrt Singapur–Sydney / Teil 1 Nun also zu unserer Fortsetzung der Reise.
Von Komodo aus nimmt die Oceania Riviera Kurs auf Westaustralien. Wir fahren am Ningaloo-Riff vorbei, passieren (ohne es zu merken) Coral Bay, Shark Bay und die vorgelagerten Inseln und erreichen schliesslich unser erstes australisches Ziel: Perth bzw. den Hafen von Freemantle. Für die Stadt haben wir an unserem einzigen Aufenthaltstag leider keine Zeit, denn hier geht es um eine Traumerfüllung.

Doch zuerst müssen wir das Einreiseprozedere hinter uns bringen, das sich etwas umständlich gestaltet: Code Zero. Will heissen: Alle Passagiere müssen einreisen – erst wenn das Schiff komplett leer ist, dürfen sie wieder zurück aufs Schiff. Wir müssen im Theater den Pass abholen und dann an Land in einer Halle bei klimatisierter Eiseskälte warten. Nach dem Prozedere, das bis 9:30 Uhr dauert, steuern wir direkt wieder das Theater an, wo wir unser Ausflugsnümmerchen für Rottnest Island bekommen. Das hätte man ja auch bei der Passausgabe mitgeben können… Das wäre in einem Aufwasch gegangen!
Inhalt
Rottnest Island – Insel der Quokkas
Mit unserer Nr. 5 in der Hand steuern wir den Bus Nr. 5 an, der uns zur Fähre bringt. Nach 25 Minuten Bootsfahrt kommen wir am Pier von Rottnest Island an. Endlich wird mein Traum wahr, die niedlichen Quokkas in Realität zu sehen. Jahrelang habe ich Fotos aus dem Internet gesammelt und mir geschworen, dass ich noch in diesem Leben die Mini-Känguruhs besuchen werde. Jetzt ist es also soweit!
Vom Pier aus gehen wir aber zunächst zum Bus hinauf, mit dem wir eine Inselrundfahrt unternehmen und einiges über die Insel und die Quokkas erfahren. Leider können wir nur an einem Ort aussteigen und fotografieren. Allerdings in einer Gegend ohne Quokkas. An diesem Küstenabschnitt sind Vögel und die Küste das Thema.





Zurück beim Village werden wir in drei Stunden Freizeit entlassen. Wir finden Quokkas in einigermassen natürlicher Umgebung und fotografieren was das Zeug hält. Die Quokkas sind wirklich mega-süss – und immer mit Fressen beschäftigt. Die Blätter geben natürlich auch nicht viel her, da braucht es eine Menge bis der Magen satt ist.
Im Village selber hüpfen die Quokkas überall herum. Weil sie dort aber Ungeeignetes futtern, sinkt ihre Lebenserwartung drastisch auf fünf Jahre. Sonst wären es zehn Jahre. Wir haben zwar keine Gäste gesehen, die die Quokkas gefüttert hätten, aber wenn etwas zu Boden fällt, sind die Tiere sofort am Stibitzen. Und obwohl die Restaurant-Terrassen Zäune und Türen haben, schaffen es die Quokkas immer wieder «einzubrechen» und zwischen den Tisch- und Menschenbeinen herumzuhüpfen, stets auf der Suche nach etwas Essbarem.



So ungesund diese Nahrung für die Tiere ist, ist sie eigentlich ja auch für uns: Pommes und ein seltsames Chnoblibrot, das wir dann prompt nicht gut vertragen haben. Aber da wir kein Frühstück hatten, brauchen wir eine Stärkung. Danach spazieren wir durchs Village und stolpern fast über junge Quokkas, die sich zu dieser Jahreszeit erstmals aus dem mütterlichen Beutel getrauen. Die Kleinen sind gerade mal eine Hand gross und wir befürchten, dass sie von Velofahrern überfahren werden könnten, wenn sie auf der Strasse herumhocken. Auch hier sind die Radler teilweise sehr rücksichtslos…

Nun ist also ein jahrelang gehegter Traum in Erfüllung gegangen. Wieder zurück auf dem Schiff stellt sich doch ein wenig Ernüchterung ein, denn ich hätte mir mehr Quokka-Sichtungen in der Natur draussen gewünscht. Dass das Village derart von Menschen überschwemmt ist und dies den Tieren nicht gut tut (siehe Lebenserwartung), hinterlässt einen Beigeschmack. Zerstört Tourismus oder erhält er? Es ist immer eine Frage der Sichtweise… Gut, hier wäre Tourismus wohl auch ohne Quokkas entstanden. Denn die Strände sind schon traumhaft schön und laden zu allerlei Wassersportarten ein. Es gibt zwei Hotels und eine Jugendherberge, wobei die Hotels sauteuer sind (bis 1000 AU$/Nacht). Das Hostel ist mit 40 AU$ dafür sehr günstig.

Wie auch immer: Mein Traum hat sich erfüllt! Ich bringe Fotos und viele schöne Erinnerungen mit und finde Quokkas nach wie vor süss. Ich wünschte ihnen allerdings mehr Ruhe vor den Menschen. Aber ich gehöre ja auch nicht zu den besten Vorbildern…
Busselton
Heinz hat Muskelkater vom vielen Hinknien, um die Quokkas auf «Augenhöhe» zu fotografieren und ich fühle mich nicht fit. Der Husten, der auf dem ganzen Schiff zu hören ist, hat auch mich erwischt. Und da das Tendern eine halbe Stunde dauern würde, beschliessen wir, an Bord zu bleiben und den (fast) leeren Pool zu geniessen. Lesen, futtern, trinken und faul sein – herrlich! Später erfahren wir, dass wir nichts verpasst haben. Die von Oceania angebotenen Ausflüge seien nicht sehr interessant gewesen.



Da mein Husten immer schlimmer wird, studieren wir unseren nächsten Stopp etwas genauer: Ja, es gibt eine Apotheke in Albany. Um das Medical Center an Bord machen wir einen Bogen, nachdem wir gelesen haben, dass die Preise geradezu unverschämt hoch sind. Sich lediglich wegen einer Erkältung behandeln zu lassen, kann in tausende von US-Dollars gehen… Unglaublich! Da habe ich ja noch Glück, dass ich fürs Lagern meiner Medikamente im Kühlschrank nichts bezahlen muss.
Albany
Die Stadt sorgt mit Gratis-Shuttle-Bussen dafür, dass die Kreuzfahrer ins Zentrum kommen. Sehr clever gemacht ist die Route: Vom etwas ausserhalb gelegenen Hafen geht es zum (beinahe) höchsten Punkt an der Hauptstrasse von Albany, wo sich auch die Tourist-Info befindet. Auf dem Rückweg gibt es unten an der Hauptstrasse eine weitere Haltestelle bevor es zum Schiff zurück geht.






Wir steigen also bei der Tourist-Info aus und peilen schnurstracks die Apotheke an. Wir sind nicht die einzigen… Immerhin können wir uns gut mit Hustensirup, Halspastillen und Schmerztabletten eindecken. Das volle Programm! Dann spazieren wir gemütlich die Hauptstrasse hinunter. Die Museen sind leider geschlossen, weil heute Montag ist. Sogar die Kirche St John’s ist zu. Wenngleich wir dennoch einen Weg finden, in ihr Inneres zu blicken.



Albany ist hübsch, aber die Hauptstrasse hat viel zu viel Verkehr. Allerdings werden wir Touristen überall sofort über die Strasse gelassen. Hut ab! Es hat viele Läden, doch ausser einem Hemd für Heinz, finden wir nichts Passendes. Und einfach irgendein Souvenir kaufen, womit man zu Hause dann doch nichts anfangen kann, das muss wirklich nicht sein. Aber auch aus dem ersehnten Bier wird leider nichts, weil es in dem Restaurant, das wir uns ausgesucht haben, keinen Alkohol gibt. Schliesslich fahren wir zurück zum Schiff.


Seetage 5 und 6
Wir haben Zeit, für Kangaroo Island wieder auf den Damm zu kommen und verbringen sehr geruhsame Seetage. Wieder ohne Bingo-Glück. Aber mit kulinarischem Glück im Restaurant Jacques, das wir allerdings ein klein wenig überbewertet finden…
Die mehrheitlich französischen Speisen sind vom französischen Spitzenkoch Jacques Pépin inspiriert, der in den USA aus TV-Shows wie Today’s Gourmet und Jacques and Julia cooking at home bekannt ist und unzählige Kochbücher geschrieben hat.





Auf Küchentour mit Heiko Baller
So ein Seetag bietet gute Gelegenheit, das gastronomische Herz des Schiffes zu besichtigen. An Seetagen gibt es übrigens auch Kochkurse (in englischer Sprache), doch die müssen früh gebucht werden, weil sie so beliebt sind.
Wir treffen Senior Executive Chef Heiko Baller im Restaurant Jacques, wo wir mit einem Glas Sekt begrüsst werden. Auf der Riviera hat es natürlich nicht nur eine Küche, sondern jedes Restaurant verfügt über eigene Räumlichkeiten für die Mahlzeitenzubereitung. In einige bekommen wir Einblick und werden unterwegs sogar noch mit Kleinigkeiten überrascht.



Heiko Baller erklärt und erzählt und wir sind sehr beeindruckt, was hier alles geleistet wird. In der Bäckerei entstehen täglich mehrmals frische Baguettes, Brötchen, Brote und viele andere Backwaren. Selbstredend ist hier wie auch für die Patisserie ein Franzose zuständig: Executive Pastry Chef Bruno Deverge.

Zum Schluss dürfen wir auch noch einen Blick in die Lagerräume werfen. Hier haben witzigerweise Chef- und andere Köche keinen Zutritt. Sie müssen vor dem Lagerraum angeben, was sie brauchen und es wird geliefert. Natürlich wollen wir von Heiko Baller wissen, warum das so ist. Ganz einfach: «Wenn Köche sehen, was da so alles vorhanden ist, würden sie noch dies und jenes zusätzlich haben wollen. Das brächte allerdings die logistische Planung total durcheinander.» Ist eigentlich logisch…

Kangaroo Island fällt ins Wasser = Seetag Nr. 7
Heute wäre ein wunderschöner Ausflug geplant gewesen, von dem wir einiges schon kennen, aber sehr gerne nochmals gesehen hätten. Doch die See ist «choppy», will heissen: sehr unruhig. Wir haben eines unserer Tenderboote bei einer Testfahrt beobachtet – da wäre ich nicht gerne drin gewesen. Aus Sicherheitsgründen hat der Kapitän beschlossen, Kangaroo Island nicht anzulaufen. Das hat bei vielen Gästen für viel Ärger gesorgt. Wir sind natürlich auch enttäuscht, aber Unvorhergesehenes gehört zum Reisen dazu. Da ist nichts garantiert. Doch das sehen viele Gäste nicht ein und reklamieren.
Wir schicken uns in die Situation und schalten einen weiteren Krimitag ein, begleitet von herrlichem Frozen Coffee, den es in der Barista-Bar gibt. Und abends geniessen wir die asiatische Küche im Restaurant Red Ginger.



Adelaide, die Weinstadt
Nachdem wir am Vortag um Kangaroo Island herumgetuckert sind, geht es heute gesichert an Land. Wir unternehmen eine ausgedehnte Stadtrundfahrt mit einigen Fotostopps. Weil in der Gegend der Weinanbau ein grosses Thema ist, besuchen wir das National Wine Education & Training Centre. Hier werden seit mehr als 65 Jahren Weinbauern ausgebildet. Im nach oben offenen Weinkeller lagern ein paar hundert Flaschen…









Nächster Halt ist bei der St. Peter’s Cathedral, Sitz des Erzbischofs von Südaustralien. Sie wurde 1875 geweiht, aber erst 1902 sind die Türme fertig geworden. William Butterfield, der die Kirche entworfen hat, war vom französischen Architekten Eugène Viollet-le-Duc beeinflusst, und so wundert es nicht, dass die Südfront mit der Fensterrosette ein wenig an die Kathedrale Notre Dame in Paris erinnert.


Schliesslich stoppen wir noch beim Aussichtspunkt Light’s Vision auf dem Montefiore Hill. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf Adelaide und das Adelaide Oval, das Stadion, in dem Cricket und Australian Football gespielt wird. Auf dem Hügel steht eine Lebensgrosse Statue des Gründervaters der Stadt, Colonel William Light, dessen Finger auf das Stadtzentrum zeigt. Light war im Sommer 1837 für die Vermessung und Festlegung des Stadtgrundrisses von Adelaide verantwortlich.


Hahndorf
Dann geht’s Richtung Berge, nach Hahndorf, in die älteste deutsche Siedlung der Region. Der Hauptstrasse entlang reihen sich die alten Häuschen, die heute Läden und Restaurants beherbergen. Mittagessen gibt es im «Haus», wo die Portionen riesig sind! Nicht mal die Männer können alles verputzen!







Während des Verdauungsspaziergangs kaufen Heinz und ich Schmuck. Er einen Blutsteinring, ich einen Ring mit Opalen und passende Ohrstecker. Es werden die einzigen Souvenirs sein, die wir nach Hause bringen, aber das wissen wir dannzumal noch nicht.
Mount Lofty, der Hausberg
Der nächste Stopp gilt dem Mount Lofty Summit, quasi dem Hausberg von Adelaide, der eine tolle Aussicht auf die City-Skyline und die Küste bietet. Der Gipfel befindet sich mitten im Nationalpark und im Besucherzentrum kann man mehr über den Park erfahren und shoppen. Die Auswahl an Shirts und Jacken ist ziemlich gross. Beim Center entdecken wir gar ein Opossum im Baum. Ich denke aber, es ist nicht ganz fit…



Auf der Rückfahrt zum Hafen sehen wir einen Koala in einem Eukalyptusbaum, doch der zeigt uns nur seinen Rücken. Das ruft uns schmerzlich in Erinnerung, dass wir die Koalas und Kängurus auf Kangaroo Island leider verpasst haben…

In Adelaide ist mir nichts mehr bekannt vorgekommen. 21 Jahre scheinen alle Erinnerungen dahingerafft zu haben – und die Stadt hat sich natürlich auch verändert. Hingegen kommen mir sofort der Schweizer Goldschmied Stefano Trigatti und die Schweizer Chocolatière Elsbeth Wass in den Sinn, die wir damals für eine Reportage besucht haben. Beide sind nicht mehr aktiv in Adelaide im Geschäft. Eigentlich schade…
Seetag 8
Es ist zwar der 6. Dezember, aber hier ist weit und breit kein Samichlaus zu sehen. Dafür geniessen wir einen ruhigen und gemütlichen Seetag samt traumhaftem Sonnenuntergang.


Melbourne
Gut, haben wir unseren Wecker rechtzeitig gestellt, denn unser Butler kommt mit dem Frühstück eine geschlagene Halbestunde zu früh! So können wir es bis zum Ausflugsstart um 9 Uhr sehr gemütlich nehmen.

Gärten und der Shrein
Die Stadtrundfahrt mit Erklärungen dauert eine Stunde, dann machen wir Halt im Fitzroy Garden. Die alten Baumbestände sind eine Wucht! Wir geniessen den Spaziergang sehr. Danach gibt’s einen Halt beim Shrein of Rememberance. Den besuchen wir aber nur kurz und wechseln dann hinüber zum Royal Botanic Garden, der auf Königin Victoria zurückgeht.











Luftiges Skydeck
Nächster Stopp: Skydeck. Mit dem Lift geht es in 38 Sekunden in den 88. Stock des zweithöchsten Gebäudes von Melbourne. Die Aussicht dort oben ist gigantisch! Lily und Sepp, zwei Reisende aus unserem Schweizer Grüppchen, sind auch dabei und so genehmigen wir uns in luftiger Höhe ein Glas Weisswein.




Wir könnten noch in der Stadt bleiben und später auf eigene Faust zum Schiff zurückfahren. Aber wir verzichten, weil es einfacher ist, jetzt mit dem Bus zurückzufahren und wir ja noch vor dem Abendessen im Polo Grill unter die Dusche wollen. Ich hatte aber auch Respekt vor dem Fussweg durch den Hafen bis zum Schiff…

Statt Tasmanien wieder ein Seetag. Nr. 9.
Wir haben tatsächlich sehr viel Pech. Wir dachten, anlanden im Hafen von Burnie sei keine grosse Sache. Aber weit gefehlt. Der Wind weht mit 40-45 Knoten und drückt das Schiff derart ans Pier, dass ein sicheres Andocken nicht möglich ist. Nun fällt also auch Tasmanien ins Wasser, die Enttäuschung ist echt gross… Da wir wahrscheinlich nie wieder nach Australien reisen werden, bleibt uns der Besuch dieser südlichen Insel versagt. Dafür legt der Kapitän erneut einen Seetag ein…



Seetag Nr. 10
Erneut: Lesen, rumhängen, mit Mitreisenden plaudern, essen, trinken… Was man halt so an einem Seetag tut. Ausserdem sorgt die Crew mit aussergewöhnlichen Wettbewerben für viel Unterhaltung rund um den Pool. Da wird viel gelacht! Später lockt dann das anmächelig hergerichtete Büfett im Restaurant Terrace.






Sydney
Wir sind recht früh zum Ausschiffen eingeplant und stehen entsprechend früh auf. Dafür werden wir mit einer grandiosen Einfahrt in Sydney belohnt. Frühstück lassen wir wieder auf die Kabine kommen, denn um 7:30 Uhr ist bereits Besammlung in der Riviera Lounge. Nach einer halben Stunde geht’s dann schon weiter. Wir kämpfen uns durch eine wartende Menschenmenge, die den Ausgang verstopft. So ungeduldige Reisende sind wie immer eine Pest, denn das Ausschiffen ist durchgetaktet. Da nützt es nichts, in den Gängen herumzustehen.
Wir spazieren durch den Zoll, ohne irgendeinen Stopp. Wir müssen nur den Ein-/Ausreisezettel abgeben, den wir irgendwann mal ausgefüllt haben. Draussen wird noch ein wenig herumgewartet, bis wir unsere Koffer in den Bus laden können, und dann geht es auf Stadtrundfahrt durch Sydney.




Damit ist das Kreuzfahrtprogramm schon fast beendet. Nach dem Geburtstagsessen der Mitreisenden Lili und Marianne am nächsten Abend in Nick’s Restaurant, heisst es Abschied nehmen. Am nächsten Tag reist der Grossteil der Gruppe nach Hause, doch wir glücklichen Zwei dürfen noch mehr Zeit hier verbringen.
Was wir in Sydney so erlebt und gesehen haben, kannst Du im Beitrag «Sydney in drei Tagen» lesen. (Link folgt)
Falls Dich der Start der Reise in Singapur interessiert, geht es hier lang:
Singapur, die Stadt zum Staunen (Link folgt demnächst)
Und wenn Du, aus welchen Gründen auch immer, Teil 1 dieser Kreuzfahrt-Reportage verpasst hast, findest Du unter folgendem Link den Anschluss: Oceania-Kreuzfahrt Singapur–Sydney Teil 1
Infos zur Kreuzfahrt mit der Oceania Riviera
ANREISE
Wir sind mit Singapore Airlines von Zürich nach Sydney geflogen. Im Preis für das Kreuzfahrt-Paket von Pfister Kreuzfahrten (s. u.) sind alle Eco-Flüge, also auch die Rückflüge ab Sydney via Singapur nach Zürich inbegriffen.
In Singapur wie auch in Sydney haben Transfers und Stadtrundfahrten samt Mittagessen zum Paket gehört. Ebenso alle Trinkgelder und natürlich die deutschsprachige Reisebegleitung von A bis Z, in unserem Fall in Person von Richard Gugerli, professioneller Reiseleiter.
GETRÄKEPAKET
Weil es bei so vielen Oceania-Kreuzfahrern auf Facebook ein vieldiskutiertes Thema war, hier ein Tipp aus erster Hand: Das Getränkepaket lohnt sich auf jeden Fall, wenn man gerne Wein/Bier und/oder Cocktails geniesst. Aber Achtung: Wer sich eine Flasche Wein bestellt, wird dafür trotz Getränkepaket (!) bezahlen müssen (ist uns am ersten Abend passiert). Falls es den gleichen Wein per Glas gibt, unbedingt glasweise bestellen, dann ist der Wein nämlich im Getränkepaket enthalten. Flaschen kosten – Gläser nicht. Paradox, aber es ist so.
Wir haben unsere Reise bei Pfister Kreuzfahrten (s. u.) gebucht, und da war das Getränkepaket im Preis von Anfang an inbegriffen. Der Kreuzfahrt-Spezialist kennt seine Kunden, die ganz offensichtlich Wert auf Genuss legen.
DIE VERFLIXTEN VORBEREITUNGEN
23 Tage auf einem Kreuzfahrtschiff – das fährt irgendwann ein. Was muss ich da alles mitnehmen, berücksichtigen, vorkehren? Da ich Medikamente habe, die gekühlt (2–8 °C) aufbewahrt werden müssen, suche ich erst einmal ein passendes Mini-Kühlgerät für die Anreise und mache mich beim Flughafen Zürich und bei Singapore Airlines schlau, was es an Bewilligungen und Papieren braucht. Zu diesem Thema habe ich einen separaten Beitrag geschrieben, denn ich habe viel gelernt. Und dieses Wissen möchte ich unbedingt weitergeben: «Mit gekühlten Medikamenten reisen».
So oder so gilt: Medikamente reisen auf Flügen in ausreichender Menge (für die ganze Reise!) im Handgepäck (samt allenfalls ärztlichen Attesten)!
Um Visa und Einreiseformalitäten für Singapur, Indonesien und Australien müssen wir uns nicht kümmern, das erledigt Pfister Kreuzfahrten für uns. Aber das Online-Check-In auf der Oceania-Homepage bleibt uns nicht erspart. 😉
Schon sehr früh gilt es auch, die (für unsere Reise buchbaren) acht Reservationen in den Spezialitätenrestaurants online zu buchen. Wer zu lange wartet, hat dann vielleicht das Nachsehen oder muss sehr spät essen gehen. Oder einen «shared table» buchen. So lernt man auf jeden Fall Mitreisende kennen.
Es gibt für die Essen glücklicherweise keine «Sitzungen», aber damit die jeweiligen Küchenteams nicht zu sehr in Stress geraten, erfolgen die Buchungen (und somit auch die Bestellungen) zeitlich gestaffelt. Dies gilt jedoch nur für die Spezialitätenrestaurants.
23 Tage – was ziehe ich an? Auf der Oceania Riviera gibt es erfreulicherweise weder Themenabende noch Captain’s Dinner und der Dresscode ist sehr einfach: In den Spezialitätenrestaurants, davon gibt es vier, sind abends Shorts und zerschlissene Jeans nicht genehm, hingegen Hemden und Poloshirts (also Oberteile mit Kragen) und sportlich-elegante Kleidung erwünscht.
Im Büfett-Restaurant Terrace geht es auch abends leger zu und her (aber die Shorts bleiben in der Kabine), während im Grand Dining Room – die edle Ambiance gebietet es geradezu – die Gäste eher stilvoll und elegant angezogen aufkreuzen.
Und sonst? T-Shirts und kurze Hosen kann man nicht genug mitnehmen. Aber: Wolljacke/Fasi oder Schultertuch nicht vergessen, denn in den Restaurants kann es ziemlich kühl sein. Schliesslich sind wir auf einem amerikanischen Schiff.
Ausflüge sind ja auch immer ein grosses Thema, weil die Preise oft überteuert sind. Für unsere Kreuzfahrt konnten wir ein preiswertes Ausflugspaket von Pfister Kreuzfahrten dazubuchen. Es beinhaltete sechs Ausflüge, von Reiseleiter Richard Gugerli begleitet. Alle weiteren Ausflüge haben wir bei Oceania gebucht, die teilweise für eher kurze und nicht gerade wahnsinnig spannende Touren doch recht viel Geld verlangte. Mit unserer Auswahl waren wir dann aber dennoch zufrieden. Oder hatten einfach Glück…
OCEANIA RIVIERA
Das Schiff ist mit einer Kapazität von 1250 Passagieren in 629 Kaminen und Suiten überschaubar gross. Für uns ist das gerade noch eine akzeptable Grösse, aber das ist natürlich Geschmackssache. Da die Reise doch mehr als drei Wochen dauerte, haben wir uns eine Penthouse-Suite gegönnt und finden: Das hat sich gelohnt! Auch wenn es auf dem Schiff genügend Rückzugsorte zum Lesen oder Spielen gibt, geniessen wir dennoch gerne Zeit zu zweit auf dem Balkon oder dem Sofa in der Suite.
Wir haben generell keine negativen Äusserungen bezüglich der Kabinen gehört. Hingegen wurde in Sachen Kaffee reklamiert. Wir haben ihn ebenfalls nicht gerade als Genuss empfunden. Aber auch das ist Geschmackssache. Die kulinarische Abwechslung ist hingegen gut angekommen. Das ist schliesslich auch ein Hauptmerkmal der Oceania-Schiffe: Die Reederei legt Wert auf gehobene Kulinarik und erlesene Weine.
Uns hat es auf der Riviera seeehr gut gefallen und wir liebäugeln mit einer weiteren Reise mit Oceania Cruises. Aber mal abwarten…
Weil das Thema Steckdosen auch immer wieder auftaucht: So sehen die Steckdosen auf der Riviera aus:

Wer Fragen zum Schiff oder den Vorbereitungen hat, kann sich gerne per E-Mail an uns wenden. Wir berücksichtigen die Fragen dann auch gerne hier bei den Kreuzfahrt-Infos.
INFO ZUR BUCHUNG DER OCEANIA RIVIERA
Pfister Kreuzfahrten AG
Kinkelstr. 2
CH-8006 Zürich
www.pfister-kreuzfahrten.ch/de
Wir haben nur gute Erfahrungen mit Pfister Kreuzfahrten gemacht und empfehlen das Reiseunternehmen mit bestem Gewissen. Als der Ausflug auf Kangaroo Island abgesagt werden musste, weil die Wetter- und Wasserbedingungen kein Tendern zuliessen, wurden wir fair entschädigt. Fairerweise müssen wir aber erwähnen, dass auch Oceania den wegen Unwetters gestrichenen Ausflug auf Tasmanien gleichentags zurückerstattet hat.
© Text: Inge Jucker; Fotos: Heinz Jucker | TravelExperience.ch 2026
Offenlegung: Die gesamte Reise haben wir selbst bezahlt.
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