Wenn im Hotel Paradies in Ftan eine Küchenparty gefeiert wird, darf man sich im 7. Gourmet-Himmel fühlen. Chefkoch Thomas Hayungs lässt sich in die Töpfe gucken und gibt Kochkurse auf der Alp.
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Apéro in der Küche von Gourmetkoch Martin Göschel.

Der Grund meines Aufenthaltes im Hotel Paradies in Ftan war die Eröffnung der möglicherweise höchstgelegenen Kochschule der Alpen: Das «Chasa da Fö» auf 2200 Metern über Meer gelegen. Am holzbefeuerten Herd aus dem Jahre 1910 wird unter der kundigen Anleitung von Thomas Hayungs gekocht – auf Anmeldung natürlich, wie sich das für einen Kochkurs gehört. Normalerweise ist Thomas Hayungs jedoch in der Küche im Hotel Paradies anzutreffen, wo er ab und an eine Küchenparty schmeisst. Die Termine sind auf der Homepage zu finden.

Im Paradies gibt es mehr als einen Logenplatz

Die Aussicht ins Unterengadin kann man schon beim Frühstück im «La Cucagna» geniessen, im Gourmetrestaurant «L’Autezza» ebenfalls, auch auf der herrlichen Terrasse und in meiner Suite «Primula» auch vom Bett aus.

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Mit diesem herrlichen Frühstücksbüffet beginnt der Tag perfekt.

Das Lischana-Massiv ziert die Aussicht aller frisch renovierten 23 Zimmer und Suiten. Nur die Einrichtung variiert. Klare Linien, edle Materialien, warme Farben – und was besonders auffällt: die Natur des Engadins wird ins Haus geholt.

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Unsere gemütliche Suite Nr. 55.

Wer eine Schwäche für Details hat, ist im Paradies aufs Beste beschäftigt. Kein Näh-Set in Karton verpackt, sondern ein gepolstertes Stoffherz, an dem alles Notwendige befestigt ist. Kein «Bitte-nicht-stören»-Schild aus Plastik, sondern ein roter Filzbommel mit Lederband und einem Ausrufezeichen drauf… und so weiter… Direktorin Meike Bambach beweist nicht nur in Sachen Innendekoration einen äusserst guten Geschmack und Sinn für Kunst. Ein gelungenes Konzept vom Eingang bis unser die Dächer des verwinkelten Gebäudes durchzuziehen liegt ihr genauso wie der herzliche und unkomplizierte Umgang mit den Gästen.

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Lounge und Bar mit Aussicht in die Berge.

Ein Hoch auf die Chefin und ihr Team, aber auch auf den Küchenchef Thomas Hayungs, der ebenfalls die Natur des Unterengadins ins Haus bzw. auf die Teller holt.

„Party“ in der Küche

Beim Apéro, den wir in der Küche einnehmen, fängt das Staunen an: In riesigen Tannzapfen stecken Gersten-Cracker, Steinkartoffeln und Birkencreme werden auf einem Stück Rinde präsentiert und der Wildkräuter-Slush knallt in Pink – und schmeckt. Wie alles andere auch. Im Restuarant L’Autezza geht der Genuss weiter. Und weil die Gäste immer wieder mit anderen Köstlichkeiten überrascht werden, bekommt jeder eine von Meike Bambach handgeschriebene «Menükarte» in Form eines Fächers.

UPDATE: An dieser Stelle sei erwähnt, dass wir bei unserer Recherche noch von Martin Göschel bekocht worden sind, der das Paradies inzwischen verlassen hat. Wir sind aber überzeugt, dass die Gäste auch heute aufs beste verwöhnt werden.

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Originell: die Menükarte, persönlich und in Form eines Fächers.

Hier stimmt einfach alles: die weiteren sieben Gänge sowie die Präsentation, die Ahs und Ohs auslöst. Mit der Pinzette sind kleinste Blüten auf Geleewürfel platziert worden… es ist Kunst, die da auf dem Teller serviert wird.

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Die Vorspeise sieht wie ein Gemälde aus.

Ein Hinweis noch auf den Hotel-Shop. Er befindet sich in und rund um einen alten Schrank. Was Sie hier garantiert nicht finden, sind die üblichen Kitschsouvenirs, die zu Hause irgendwo verstauben. Vieles, was man im Haus an kunstvollen, dekorativen Stücken oder praktischen Dingen entdeckt, ist in diesem Schrank-Shop zu finden. Von Filztaschen über Schürzen und bunte Glaskunst bis zu den Töpfchen, die die Gewürzspezialitäten enthalten. Meine Glasuntersetzer aus Filz mit silbernem Steinbock drauf erinnern mich fast täglich an die herrliche Zeit im Paradies in Ftan…

Infos zum Hotel Paradies, Ftan

ANREISE
Von Landquart Richtung Davos, durch den Vereina (Autoverlad) ins Endgadin. Oder (landschaftlich schöner) von Chur via Lenzerheide, über den Julierpass und das ganze Engadin hinunter bis Ftan.

ADRESSE
Hotel Paradies
7551 Ftan
Tel. +41 81 861 08 08
eMail: info@paradieshotel.ch
www.paradieshotel.ch

AUSFLUGSTIPPS
Im Sommer:
– Wanderung auf die Alp Laret, wo sich auch das Chasa da Fö befindet.
– Besuch des Schweizer Nationalparks.
– Der Höhenweg «Via Engiadina».
– Die Festung Schloss Tarasp.
– Mittelalterliche Dörfer wie Ardez und Guarda mit ihren typischen Sgraffito-Fassadenmalereien.

Im Winter:
Skifahren, Snowboarden, Schlitteln, Langlaufen, Hüttenzauber…
Der Transfer zum Lift ist vom Hotel organisiert.

KOCHKURSE
In der «Chasa da Fö», hoch oben auf der Alp Laret auf 2200 m ü. M., darf man seiner Kreativität freien Lauf lassen. Im «Haus mit der Feuerstelle» lässt sich Thomas Hayungs, Chef de Cuisine, in die Kochtöpfe schauen. Rustikales Ambiente trifft auf Kochkunst, wenn er Dich Schritt für Schritt in die Geheimnisse einer handgemachten Sauce Hollandaise und ein im Alpenheu geräuchertes Poulet einweiht. Gekocht wird mit den besten regionalen Produkten und mit viel Leidenschaft am historischen und mit Holz befeuerten Herd aus dem Jahr 1910. Natürlich wird der Abend mit den besten Gewächsen aus der Bündner Herrschaft begleitet.

Die aktuellen Daten für die Alpkochkurse sind auf der Paradies-Homepage zu finden.

© Text: Inge Jucker und Fotos: Inge Jucker, TravelExperience.ch | 2014 |2020 aufdatiert

Offenlegung: Diese Reportage wurde unterstützt vom Hotel Paradies, Ftan

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