
Journalistin und Autorin Judith Weibrecht hat Dublin voller Tatendrang erobert und sich anhand spannender Erlebnisse der Stadt angenähert. Das Konzept dieses Reiseführers vom Michel Müller Verlag ist noch recht neu, aber sehr interessant und empfehlenswert. Wie Herausgeber Matthias Kröner mit eigenen Worten beschreibt, «geht es darum, die Mentalität einer Stadt, einer Insel oder einer Region zu erkunden: durch Abenteuer, die jeder selbst unternehmen kann – und die man gar nicht so leicht via Google und Co. findet!»
Inhalt
Dublin von ganz anderen Seiten
Ich war ja schon einige Male in Dublin (kunterbunt wie ein Regenbogen), aber nachdem ich in diesem Reiseführer geschmökert habe, möchte ich am liebsten nochmals losreisen. Judith Weibrecht stellt so viele spannende Entdeckungen vor, von denen ich noch nie gehört habe! Eine gesungene Stadtführung? Cool… Eigentlich kein Wunder, denn (fast) alle Iren singen oder spielen ein Instrument. Sie sind eindeutig sehr musikalisch veranlagt. Praktisch, dass die geführten Gäste nicht zwingend mitsingen müssen… 😉
Auch der Ukulele Tuesday hat es musikalisch in sich – und da spielen Leute mit, die noch nie eine Ukulele in der Hand hatten. Hauptsache, es macht Spass – und wie Judith Weibrecht berichtet, sogar eine ganze Menge! Die Dubliner sind «echte Feierbiester», findet die Autorin. Ja, diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Und da fliessen tatsächlich die Glückshormone und man wünscht sich, der Abend würde nie enden…
Apropos Bier: Es muss ja nicht immer eine Guinness-Tour sein, aber Rascals – nope, noch nicht gehört (als Weintrinkerin natürlich auch kein Wunder…). Jedenfalls empfiehlt die Autorin unter dem fraglos passenden Motto «To beer or not to beer» eine süffige Tour durch jede Menge Craftbiere. Die nehme ich mir für die nächste Reise nach Dublin vor!
Altbekanntes aufgefrischt
Ich kenne Molly Malone und das Lied der Fischverkäuferin, aber dass die Statue auch «sprechen» kann, ist mir neu. Viele der bekannten Statuen wie «The Hags with the Bags» (die alten Schachteln mit den Taschen) oder James Joyce übrigens auch. Das klappt per Handy. Wie es genau funktioniert, ist im Buch beschrieben. Oder man sucht das Tourismusbüro auf.
Wenn Judith Weibrecht von Pub-Besuchen erzählt, wird mir richtig warm ums Herz. Nirgendwo sonst kommt man so schnell ins Gespräch mit den Iren – und lernt so allerhand Ausdrücke… Oft wird spontan musiziert und die Party ufert aus. «Whiskey in the jar» – da singt dann jeder mit. Wenn wir schon beim Thema sind: Die Brennerei The Liberties steht bei mir jetzt auch auf der To-Do-Liste.
Last but not least zieht es die Autorin unter dem Motto «Abseits vom Schuss» auch noch zu Hill of Tara und Newgrange sowie nach Belfast. Schliesslich will man noch mehr von Irland sehen, wenn man schon mal hier ist, nicht?
Meine Meinung
Ich habe nur ein paar wenige Beispiele ausgesucht, um zu zeigen, was Judith Weibrecht so alles entdeckt hat. Und es gibt noch zig weitere abenteuerliche Tipps! Die Autorin beschreibt ihre Erlebnisse sehr unterhaltsam und mitreissend, so dass man gerne an der Lektüre dran bleibt. Da möchte man wirklich gleich einen Flug buchen!
Infos zu «Dublin Abenteuer»
Titel: Dublin Abenteuer
Autorin: Judith Weibrecht
Verlag: Michael Müller
ISBN: 978-3-96685-096-4
Preis: ca. 28 Franken
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