Seit Einführung elektronischer Schlüssel, ist die Versagerquote defintiv gestiegen.
Zimmerschlüssel mit Tücken... 1
© iStock/Jan-Willem Kunnen

Hotelzimmerschlüssel sind ja so eine Sache für sich. Einer davon hat mich mal zur «Einbrecherin» gemacht! In Venedig musste ich tatsächlich die Türe aufbrechen, um nächtens ins Hotel zu gelangen. Gut, dass die Türe ziemlich lotterig war. Und der Nachtportier schlief nebenan den Schlaf des Gerechten…

Seither würde ich es vorziehen, stets den Zimmerschlüssel dabeizuhaben, aber entweder ist der Schlüssel riesig oder mit dem schweren Anhänger könnte man glatt jemanden erschlagen. So was schleppe ich nicht auch noch in meiner Handtasche mit! Praktischer sind die kreditkartengrossen «Plastikschlüssel», die man in einen Schlitz am Türschloss steckt, immer verbunden mit der Hoffung, dass das Lämpchen grün aufleuchtet.

In gewissen Häusern ist das allerdings reine Glückssache, denn der Magnetstreifen entmagnetisiert sich offenbar. Erst recht, wenn man die Karte in der Nähe eines Mobiltelefons aufbewahrt. Daher stand ich also morgens um zwei in einem Hamburger Hotel im Lift. Und der tat keinen Wank, weil er meine Karte nicht lesen konnte. Nur keine Panik! Die Lifttüre liess sich ohne Probleme wieder öffnen und der Nachtportier schlief auch nicht. Glück gehabt!

Noch moderner sind Kartenschlüssel, die man bloss vor den Sensor im Schloss halten muss – aber sie müssen richtig programmiert sein… So stand ich also eines nachts in Harkensee vor der Hoteltüre, die sich partout nicht öffnen lassen wollte. Ich entschloss mich, mein Glück an einem Seiteneingang zu versuchen. In der Erwartung, es müsse wohl gleich ein Sicherheitsalarm losgehen, drückte ich vorsichtig die Türfalle… Alles blieb ruhig und ich war drin! Puhhh… war meine Erleichterung gross!

Ich wünsche Ihnen mehr Glück mit Hotelzimmerschlüsseln – und wie man sie vor Entmagnetisierung schützt, wissen Sie ja jetzt.

© Text: Inge Jucker | TravelExperience.ch

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