
Update: Das Schoggi-Tram verkehrt wieder auf Zürichs Schienen, und das jeweils im November! Auf der Homepage (s. u.) von Honold erfährst Du die jeweils aktuellen Daten.
Inhalt
Für Tierfreunde:
Zoo mit Elefantenpark und neuer Lewa-Savanne
Seit 2014 ist das Elefanten-Haus samt Umschwung fertig und bewohnt. Es hat nicht lange gedauert, bis sich die Elefanten im einmalig schönen Kaeng Krachan Elefantenpark eingelebt hatten. Kein Wunder, denn in dieser Anlage entsteht kaum ein Gefühl von Eingesperrt sein. Der Stall sieht viel mehr wie die überdachte Fortsetzung der Aussengehege aus. Inklusive Pool! Etwas schwieriger war die Umstellung für die TierpflegerInnen, denn jetzt findet die Pflege im geschützten Kontakt statt, also ohne direkten Kontakt, wie das bislang im Zürcher Zoo üblich war.

Der Elefantenpark hat mich sehr beeindruckt, von der Architektur mal gar nicht zu reden. Das Dach ist einfach wunderschön. Der Pool macht nicht nur den Elefanten Spass, sondern auch den Besuchern, die durch eine Scheibe den Elefanten beim Baden zusehen können.
Aber seit Frühling 2020 hat der Zürcher Zoo ein weiteres Hightlight: die Lewa-Savanne. Die grösste Anlage des Zoos wird gemeinsam von Netzgiraffen, Breitmaulnashörnern, Grevyzebras, Impalas und Säbelantilopen bewohnt. Insgesamt bevölkern 15 Tierarten die Lewa-Savanne, die mit einem Naturschutzprojekt in Kenia eng verknüpft ist.

Für mich gibt es eigentlich keinen Zoobesuch ohne Spaziergang durch die Masoala-Halle. Wenn draussen der Wind pfeift, ist es in der Nachbildung eines Stücks des Masoala-Regenwaldes auf Madagaskar umso schöner. Da hält man es dann gut auch länger aus. www.zoo.ch
HINWEIS: Die Pinguinparade ist ebenfalls ein Highlight. Der Spaziergang der Königspinguine durch den Zoo findet jeweils von 13:30 bis 14:00 Uhr statt – aber nur, wenn es kälter als 10 Grad ist! Bitte auf der Zoo-Homepage nachsehen, ob die Watschler unterwegs sind.
Für Schwindelfreie:
Cüpli im Clouds
Mit 126 Metern und 36 Stockwerken ist der Prime Tower in Zürich das höchste Gebäude der Schweiz. Es ist also schon ein Muss, diesen Turm zu besichtigen bzw. die Aussicht von dort zu geniessen. Öffentlich zugänglich ist der 35. Stock, wo sich Restaurant, Bistro und Bar befinden. Im Restaurant ist es oft schwierig, einen Tisch zu ergattern, da muss man schon weit voraus reservieren. Aber ein Cüpli (für die Leser aus DE und AT: das ist ein Glas Sekt!) kann man sich auch in der Bar oder im Bistro angedeihen lassen. Die Aussicht auf die Stadt, und bei gutem Wetter bis in die Alpen, gibt es auf jeden Fall gratis dazu. www.clouds.ch

Für Hobbymatrosen:
Ab auf den See
Im Winter stehen die Zürichsee-Schiffe nicht still, wie man vielleicht vermuten würde. Einzig die beiden Dampfschiffe «Stadt Zürich» und «Stadt Rapperswil» sind im Winter nicht in Betrieb. Die anderen Schiffe sind auf der kleinen (1,5 Std.) und auf der grossen (4 Std.) Rundfahrt täglich unterwegs. Und wenn in der Stadt der Verkehr stockt, das Weihnachtsgeschäft brummt und man vom Gewusel die Nase voll hat, dann gibt es wirklich nichts schöneres als eine Schifffahrt. Gut, wenn’s neblig ist, lohnt sich der Ausflug nicht, aber ansonsten kann man auch bei schlechtem Wetter eine zauberhafte Stimmung erleben. www.zsg.ch/de/
Für Neugierige:
Altstadt- und andere Führungen
Ich empfehle es immer wieder: Wer zum ersten Mal eine Stadt besucht, der sollte die Kosten für eine Stadtführung nicht scheuen. So kann man sich nicht nur Übersicht verschaffen, sondern man erfährt auch viel Spannendes über das Leben, die Geschichte etc. In Zürich gibt es natürlich die klassische Altstadtführung durch unzählige Gassen und Gässchen, zu berühmten Häusern und schönen Aussichtspunkten wie dem Lindenhof.
Mitte November bis Anfang Januar darf man natürlich die Beleuchtung der Bahnhofstrasse nicht verpassen: Lucy in the sky with diamonds. Selbstverständlich gibt es auch in Zürich eine Nachtwächtertour. Doch was junge Gäste bestimmt interessiert, ist die Pub Crawl Tour, während der man das Zürcher Nachtleben entdeckt, inklusive Drinks in den verschiedenen Lokalen. Für eine Kleingruppe empfiehlt sich «Käsefondue – ein kulinarischer Winterabend». Wie man zu einer Rikscha- oder eTuktuk-Tour kommt und Details zu all den anderen Touren gibt es hier: www.zuerich.com
Für Marktfreaks:
Zürcher Weihnachtsmärkte
Sehr zu meinem Leidwesen kann ich den Weihnachtsmarkt im Zürcher Hauptbahnhof nicht empfehlen. Dort ist es immer kalt und die Atmosphäre nicht im mindesten heimelig. Einziger Lichtblick ist die Swarovski-Tanne. Aber dann zieht man besser weiter ins Niederdorf, ins «Dörfli», wie der Zürcher sagt. Dort findet der älteste Zürich Weihnachtsmarkt statt. Hier stimmt die Atmosphäre!

Der Weihnachtsmarkt Europaallee ist der zweitjüngste. 40 dekorierte Stände, eine Fondue-Hütte und eine Pyramiden-Bar lockten letztes Jahr auch viele Einheimische an, die sich nach Arbeitsschluss noch auf einen Glühwein getroffen haben. Der jüngste Weihnachtsmarkt ist jener auf dem Münsterhof. Infos zum weihnachtlichen Zürich gibt’s hier: www.zuerich.com
Für „moderne Traditionalisten“:
Pot-au-Feu im Schweizerhof
Nur im Winter und nur am Freitagmittag (11:30–14:00 Uhr) wird im Restaurant La Soupière des ehrwürdigen Hotel Schweizerhof ein herzhaftes Pot-au-Feu serviert. Natürlich nicht irgendeines. Die beiden Variationen heissen «à la mode de la campagne» oder «à la mode de la ville» – und beide sind neu interpretiert von Küchenchef Martin Fencz, der mit 13 GaultMillau-Punkten ausgezeichnet ist. Das Pot-au-Feu ist leicht, sehr schmackhaft und je nach (selbst gewähltem) Anteil frischen Meerrettichs auch schön scharf.

Zum Dessert darf man sich dann vom Dessertwagen etwas aussuchen, oder sich ein Stück des bestimmt einen Meter langen Apfelstrudels abschneiden lassen. Und wer unschlüssig ist, lässt sich von Helmut Stadlober, Maître d’Hôtel, beraten. Der ehemalige Chef Pâtissier kennt sich aus, nicht nur mit Süssigkeiten… Nach zehn Jahren im Hotel Schweizerhof weiss er auch genau, was seine Stammkundschaft mag. Und wer neu ist, lässt sich vom Charme des Vorarlbergers gerne umgarnen. Das nenne ich: Tafeln mit Stil und Tradition. Ach ja… Und übernachten kann man hier natürlich auch. www.hotelschweizerhof.com
Für süsse Mäuse:
Honold-Schoggi-Tram
Leider nur im November und dann erst noch nur während knapp 20 Tagen ist das Schoggi-Tram von Honold unterwegs. Jawohl: in Zürich heisst es DAS Tram bzw. «s Tram» und nicht DIE Tram. Wieder so eine Schweizer Eigenart… ;-) Erstmals war das Schoggi-Tram zum 100. Geburtstag von Honold unterwegs. Dann eine Weile nicht, und ab 2012 fuhr es wieder, bis Corona einen Strich durch die Rechnung machte. Aber seit November 2022 ist die Schokoladewelt wieder in Ordnung.
Wegen der grossen Beliebtheit wurde die Anzahl Fahrtage erhöht. Zudem hat man die Route verlängert, weil die Fahrzeit zu kurz war für den Genuss der heissen Schokolade, des «Pain de Gênes» (Mandelkuchen, eine klassische Honold Spezialität) und einer Auswahl von Weihnachtspralinen. Jetzt passt es prima! Und wer Glück hat bekommt die feinen Pralinen von Honold-Besitzerin Cristina de Perregaux persönlich gereicht. www.honold.ch Tickets können auf der Honold-Homepage gebucht werden.

Das historische Tram, das für Honold fährt, muss jetzt aber auch noch kurz erwähnt werden. Von 1931 bis 1966 war es im regulären Einsatz und wurde Elefant genannt. Dies weil seine Bauweise auf Kraft ausgerichtet war. Der Elefant konnte auf Bergstrecken mit bis zu 75 Promille Steigung Dreiwagenzüge von 50 Tonnen mit 25 km/h ziehen und wurde auch zum Abschleppen defekter Trams benutzt. Heute fährt der Elefant fürs Trammuseum auf der Museumslinie 21 sowie für Mieter wie Honold und viele andere. Auf Zürichs Schienen verkehren übrigens auch das Fondue-Tram, das Apéro-Tram, das Sushi-Tram und im Dezember das Märli-Tram. www.stadt-zuerich.ch
Für Schlafmützen:
Sheraton Zürich Hotel in Zürich-West
Die Zimmer sind in warmen Farben eingerichtet, aller Komfort ist vorhanden und dazu eine tolle Aussicht auf die Stadt. Das noch neue Hotel liegt in Zürich-West, also in jenem Viertel der Stadt, das sich aus einer Industriezone zu einem Wohn- und Arbeitsquartier entwickelt hat. Multikulturell, jung und dynamisch – wie man so schön sagt – trifft hier voll zu.

Wer lieber in der Altstadt den Tag ausklingen lässt, hat das Tram direkt vor dem Haus. Die Nummer 4 fährt zum Central, wo das Niederdorf beginnt. Bequemer geht es ja gar nicht. www.sheratonzurichhotel.com
Mit diesem Beitrag nehme ich bzw. der TravelExperience.ch Reiseblog an der Blogparade «Die besten Tipps für Städtetrips» des Jo Igele Reiseblogs teil.
Noch mehr Zürich-Tipps
Ein grosser Fan von Zürich ist Nicolo von Nicolos Reiseblog. In seinem Beitrag Zürich Sehenswürdigkeiten | Die Stadt, die einfach alles hat! erfährst Du noch mehr über die Stadt an der Limmat.
Ausserdem waren 2019 vier Reiseblogger in der Stadt an der Limmat, denen ich – zumindest stundenweise – meine Heimatstadt zeigen durfte. Wir hatten viel Spass, auch wenn das Wetter zwischendurch schon zu wünschen übrig liess… Schau mal, was die vier zu berichten haben:
Comewithus2
Hostelmax
Flugentenblog
Teilzeitreisender
© Text: Inge Jucker; Fotos: Heinz Jucker | TravelExperience.ch | 2014 | 2020 | 2021
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