Zuerst dachte ich, das ist einfach eine Produktlancierung – aber dann wird aus dem «Termin» mit Luminox eine Begegnung, die mich nicht so schnell wieder loslässt: Ich treffe Scott Cassell, den Botschafter der Haie.
Luminox, Scott Cassell, Mondaine
Die Luminox «Scott Cassell Special Edition», die Scott beim Tauchgang im Zürichsee «geborgen» hat.

Es geht zunächst um eine Uhr für Taucher oder generell für Menschen, die auch im Dunkeln zuverlässig die Zeit von ihrer Armbanduhr ablesen wollen oder müssen. Die Luminox (aus dem Hause Mondaine) ist da der richtige Partner. Doch – Luminox möge mir verzeihen – noch spannender ist Scott Cassell, seines Zeichens Taucher, Forscher, Detektiv, Botschafter der Haie – und eben der Luminox «Scott Cassell Special Edition».

Sich selber will Umweltaktivist Scott Cassell gar nicht so sehr im Mittelpunkt sehen, aber natürlich hängt man an seinen Lippen, wenn er von seinem Engagement für den Schutz der Haie erzählt, von den Zusammenhängen zwischen Haipopulation und Tintenfischen und von Bond-mässigen Einsätzen bei Nacht und Nebel, wenn es darum geht, Haifischflossen-Wilderer zu überführen. Da kommt Scott einerseits seine militärische Laufbahn zu Hilfe und andererseits die Luminox, die dafür sorgt, dass er auch nachts und unter Wasser die genaue Zeit ablesen kann. Denn sobald Scott die Wilderer fotografiert bzw. gefilmt hat, wartet er in seinem Versteck, bis er im Schutz der Nacht zu einem abgemachten Zeit- und Treffpunkt weit vor der Küste tauchen kann, wo ihn seine Freunde mit dem Boot aufgabeln. Bei Haiflossenjägern ist Scott nicht beliebt, denn das Filmmaterial landet zur Überführung der Täter bei der Polizei…

Was haben Haie mit Bären zu tun ?

Was Scott jedoch während seiner Forschungstätigkeit festgestellt hat, finde ich nicht minder fesselnd – leider aber auch beunruhigend. Verkürzt ausgedrückt: Je weniger Haie desto mehr Bärenangriffe auf Menschen! Wie bitte??!! Also dann mal von vorne!

Haie sind spezialisierte Fresser. Von den 460 Arten finden nur gerade drei den Menschen «fressenswert»: Von der Grösse her passt der Mensch ins Beutespektrum der Weissen Haie, der Tigerhaie und der Bullenhaie. Auf dem Speisezettel dieser grossen Haie stehen auch Humboldt-Squids bzw. -Kalamare. Dabei handelt es sich um einen Tintenfisch, der an der Pazifikküste Nord- und Südamerikas im Bereich des Humboldtstromes lebt und bis zu 2,5 Meter lang und 50 Kilogramm schwer wird. Damit zählen sie zu den Riesen der Kalamare. Sie haben nicht nur einen harten, scharfen Schnabel mit dem sie sogar Krabbenschalen zermalmen können, ihre Saufnäpfe an den Tentakeln sind auch mit einem Ring von Zähnen ausgestattet, die üble Verletzungen hinterlassen. Scott weiss davon ein Lied zu singen… Mit diesen Supersaugnäpfen lässt sich die Beute besser festhalten – und dazu zählen sogar Artgenossen. Humboldt-Kalamare gelten als aggressiv, sehr gefrässig und nicht wählerisch was das Futter anbelangt.

Je mehr Haie also den Wilderern zum Opfer fallen, desto hemmungsloser vermehren sich die Humboldt-Kalamare, weil ihr natürlicher Feind fehlt. Somit verbreiten sich die Tintenfische immer mehr, mittlerweile bis vor die Küsten Alaskas, wo die zur Laichablage heimkehrenden Lachse eine leichte Beute sind. Dies hat zur Folge, dass weniger Lachse zu ihren Laichgebieten aufsteigen und die Bären weniger Futter haben. Zu schlechter Letzt begibt sich der Bär in die Nähe der Menschen, weil er dort Futter findet… Und das alles wegen Haifischflossensuppe und traditioneller fernöstlicher Medizin, in der Haiflosse immer noch als Potenzmittel gilt. Dass wegen ihrer Ähnlichkeit auch die Flossenspitzen von Mantas auf diesen dubiosen Märkten landen, versteht sich von selber – und macht das Elend nur noch grösser.

Luminox, Scott Cassell, Mondaine
Umweltaktivist Scott Cassell bei den Vorbereitungen zu seinem Tauchgang im Zürichsee.
Luminox, Scott Cassell, Mondaine
Scott wird von Mondaine-Chef André Bernheim (stehend) und seinen Gästen beobachtet.
Luminox, Scott Cassell, Mondaine
Scott Cassell posiert entspannt nach dem Minitauchgang im Zürichsee.

Während Scott sich durch diese veränderte Futterkette erzählt wird klar, dass er sehr viel von Haien – einigen hat er sogar Namen gegeben – und Squids versteht und sich darum bemüht, den Menschen diese Zusammenhänge vor Augen zu führen. Er setzt sich seit Jahren für Erforschung und Erhaltung der Meeresbewohner ein. Luminox unterstützt diesen charismatischen Mann in seiner ökologischen Mission, der sich während seiner Tauchgänge auf eine zuverlässige Ausrüstung verlassen können muss. Da ich selber tauche, weiss ich, dass das im Grunde genommen einer Lebensversicherung entspricht. Ich hatte einmal unter Wasser ersthafte Schwierigkeiten, weil die gemietete Ausrüstung schlecht gewartet war. Das lehrt einen… Seither miete ich nur noch Blei und Flaschen, alles andere ist in meinem Besitz und gepflegt. Aber das ist eine andere Geschichte.

Tiefgang – in jeder Beziehung

Noch ein paar Details zur Luminox: Sie hat ein Karbongehäuse, was die Uhr sehr leicht und dennoch robust macht. Zu Lande wie zu Wasser. Sie ist bis 200 Meter wasserdicht und die Zeit lässt sich dank selbstleuchtenden Mikrogasröhrchen auch bei schlechten Lichtverhältnissen, während eines Nachttauchgangs und auch in absoluter Dunkelheit bestens ablesen.

Luminox, Scott Cassell, Mondaine
So sieht die Luminox von nahem aus.

Zur neuen Uhr der SEA-Kollektion – Swiss made! – gehören drei verschiedene Armbänder sowie eine Bandverlängerung, welche es gestattet, die Luminox auch über dem Tauchanzug zu tragen, ausserdem einen Kompass und Bandwechsel-Werkzeug. Inklusive Zubehör ist die Luminox der «Scott Cassell Special Edition» in der Geschenkbox für 385 Franken (UVP) bei ausgewählten Händlern erhältlich.

Ein Teil jeder verkauften Luminox aus der «Scott Cassell Special Edition» kommt den Projekten von Scott zugute. Die «Sea Wolves Unlimited LLC», welche von Scott 2006 gegründet wurde, verfolgt weltweit Wilderer, die gefährdete und geschützte Tierarten in Fangnetzen verenden lassen oder sie gezielt töten.

Luminox, Scott Cassell, Mondaine
Scott Cassell während einer Mission – er hält von Wilderern abgeschnittene Haifischflossen in der Hand.

Scotts zweite Organisation, die «Undersea Voyager Project», erforscht die Unterwasserwelt, wobei Scott die Haie besonders am Herzen liegen. Sie zählen zu den geschützten Tierarten der Meere und sind vom Aussterben bedroht. Dennoch fangen Wilderer täglich bis zu 200 000 Haie (und Mantas), um ihre Flossen zu gewinnen. «Die Ozeane brauchen Kämpfer, keine weiteren Worte», sagt Scott Cassell. Recht hat er!

Luminox, Scott Cassell, Mondaine
Mit diesem speziellen Unterwassergefährt erkundet Scott Cassell die Meere.

Infos

Weitere Informationen zur Luminox-Taucheruhr und Bezugsquellen:
www.luminox.com
www.facebook.com/luminox

Infos zu Scott Cassell und seiner Forschungstätigkeit:
www.underseavoyagerproject.org
www.facebook.com/pages/Undersea-Voyager-Project

© Text: Inge Jucker | TravelExperience.ch

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