Bezau – Geniesser- und Kuschelhotel Gams

Wo die Liebe die Hauptrolle spielt: Abtauchen im Kuschelhotel Gams im Bregenzerwald; da wird die Zeit zu zweit geradezu zelebriert.
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Im Bademantel eingemummelt bei Kerzenschein in den verschneiten Garten hinausschauen und dazu einen heissen Tee geniessen – das gehört zu den vielen Vergnügen im Geniesser- und Kuschelhotel Gams in Bezau.

Publiziert am 23. Dezember 2017

Was das Wetter draussen so anstellt, kann uns im Geniesser- und Kuschelhotel Gams völlig egal sein. Wie wir in den drei Tagen festgestellt haben, ist man genug mit Wellness und anderen Genüssen beschäftigt. Hier stellen wir Dir den Familienbetrieb, der in Sachen Gästeherkunft in fester Schweizer Hand ist, in allen Facetten vor.


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Der Hoteleingang verschwindet hinter riesigen Vorhängen – dieses Konzept würden wir allenfalls überdenken...

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Diese Aufforderung zum Naschen kann man wohl nicht ausschlagen... ;-)

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Souvenir, Souvenir... Wie wär's mit einer Badeente? Die Auswahl ist riesig, auch wenn hier nur Evas zu sehen sind.

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In der Bar hat man verschiedene Sitzmöglichkeiten, um den Apéro zu geniessen...

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... uns hat's am runden Kamin am besten gefallen.

EINE HERZLICH VERSÜSSTE ANKUNFT

Hinter den riesigen, weissen Vorhängen den Eingang zum Hotel zu entdecken, ist reine Glückssache. Schliesslich finden wir ihn doch noch und wundern uns dann, dass die Rezeption hinter einem gläsernen Kubus voller Weinflaschen versteckt liegt. Nun, das gibt Gelegenheit, rechts und links die Regale voller Souvenirs zu begutachten. Badeenten in Hülle und Fülle, kulinarische Mitbringsel und kleine Dekosachen... Beeindruckt hat uns auch der «Naschtisch» voller Gläser mit verschiedenen Süssigkeiten und der schriftlichen Aufforderung, naschen sei erlaubt. Eine witzige Idee!

Auf dem Tresen der Rezeption kann man gleich weiter naschen, nämlich kleines, feines Gebäck. Aber das heben wir uns auf, denn zuerst ist das Check-In angesagt. Per Handschlag werden wir begrüsst und die Formalitäten sind rasch erledigt. Während unsere Koffer aufs Zimmer gebracht werden, dürfen wir in der Bar schon mal ein Glas Champagner geniessen. Die Beleuchtung ist gedämpft, was das Kaminfeuer in der Mitte des hohen Raumes gut zur Geltung bringt. Man hat die Wahl, am Feuer zu sitzen, oder sich in einen der hohen, mit rotem Samt bezogenen, thronartigen Sessel zurückzuziehen. Während unseres Aufenthaltes probieren wir alles aus, finden aber den Platz am Feuer doch immer wieder am anziehendsten. Gut, im Sommer dürfte das anders sein ;-)

KUSCHLIGES BLÜTENSCHLOSS

Unser Zimmer 464 befindet sich im Blütenschloss, dem runden Zubau, dessen Spatenstich am Valentinstag 2005 gefeiert wurde. Es ist das einzige runde Gebäude in Bezau, dessen Architektur mit den Holzjalousiefassaden aber gut zur Gegend passt. Im Innern befindet sich ein rundes Atrium, dessen braune Wände mit Inschriften und Liebesschwüren in Gold und Silber übersät sind. Die Paare dürfen, ja sollen sich hier verewigen! Wenn die Wände voll sind, werden sie abgelichtet und die Fotos in einem grossen Buch aufbewahrt (es liegt im Erdgeschoss des Atriums auf). Dann kommt der Maler und alles beginnt von vorne.


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Im stimmigen Rundbau «Blütenschloss» befindet sich unser Zimmer.

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Es gehört so quasi zum guten Ton, dass sich hier die Paare an den Wänden verewigen.

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In diesem Himmelbett sind gute Träume garantiert.

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Ein halbrundes Sofa und jede Menge Kissen – da kann man es sich bequem machen.

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Bei den Türschildern beweist die Hoteliersfamilie, dass sie Humor hat.

Doch jetzt betreten wir unser Zimmer, das in seiner Dekoration an einen Traum in 1001 Nacht erinnert: Glänzende Tüllvorhänge rund ums Bett, an der Wand hinter dem Sofa, als Abgrenzung zum Bad und vor den Fenstern sowieso, orientalische Formen und Silberlampen und jede Menge Kissen... Anstelle eines Kleiderschranks gibt es eine offene Ablage mit Kleiderstange, die Minibar befindet sich in einer gekühlten Schublade und in den Sofaanbau ist ein Glas-Cheminé integriert, das mit einer Brennpaste funktioniert. Man kann es sich hier auf romantische Weise gemütlich machen.

SPA- UND WELLNESS FÜR PAARE

In unsere kuschligen Bademäntel eingemummelt machen wir uns auf, die grosse Wellness-Oase und den «Da Vinci»-Spa zu erkunden. Zuerst schwimmen wir eine Runde im Aussenpool, dessen warmes Wasser in der Winterkälte vor sich hin dampft. Dann noch ein Sprudelbad und Pause im Ruheraum. Da halten wir es aber nicht lange aus, denn wir sind neugierig auf den Rest, als da wären der «Cool Pool» und der «Hot Spot» (nomen est omen) – ein Wechselbad zwischen Himmel und Erde – sowie Kräuter- und Erdsauna, Soledampfbad und Kneippgang mit Barfussweg.

Von den «Da Vinci»-Spa-Genüssen lassen wir uns eine St-Barth-Körperpackung samt Massage angedeihen – sehr zu empfehlen! Das Paarerlebnis «Schokosahne» ist witzig und erotisch zu gleich: Im privaten Dampfbad schmiert man sich gegenseitig zuerst mit flüssiger weisser Peeling-Schokoladesahne ein und nach dem Duschen mit brauner Schokolade von Valrhona. Nach der erneuten Dusche wird eine Tasse heisse Schokolade mit Sahnehaube serviert, und während man diese geniesst, wird im eigenen Zimmer ein Schokoschaumbad vorbereitet. Dazu gibt es – wie könnte es anders sein – Schokolade und Schokoladekuchen. Es sind kalorienreiche Stunden, die man so zu zweit verbringt... ;-)


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Der Aussenpool ist angenehm beheizt und lockt auch im Winter.

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Die Rezeption des «Da Vinci»-Spa hinter verspieltem Dekor.

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Paargenuss SchokoSahne: weiss fürs Peeling, braun weils Spass macht.

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Und als Krönung eine heisse Schokolade mit Sahnehaube und Schokobananen (Kindheitserinnerung!).

KULINARISCHER GENUSS MIT ZWEI HAUBEN

Liebe geht ja sowieso durch den Magen, deshalb gibt auch die Küche auf 2-Hauben-Niveau ihr Bestes. Sie ist das Herz und kurioserweise im ehemaligen Ballsaal (mit Stuckdecken!) des alten Gastbetriebs Gams eingerichtet. Zu drei Restaurantbereichen hin ist sie offen (ohne Geruchsbelästigung!), und so können die Paare genüsslich im Romantikrestaurant, im Wintergarten oder im Esszimmer tafeln.

Wir sind Wintergarten untergebracht und geniessen jeden Abend mehrere Gänge. Beispielsweise aufgeschäumte Brunnenkresse-Suppe mit Birnenragout und Sauerrahm-Wan Tan, kross gebratenes Zanderfilet auf weisser Quinoacreme mit Urkarotten-Sauté und Zitronen-Verbenen-Schaum und zum Dessert Birnen mit Mandeln und Zimt. Salat vom Büfett, eine weitere Vorspeise und Käse vom Brett gehören ebenfalls zum Menü, aber da muss man schon riesigen Hunger mitbringen, um alles zu verputzen. Uns gefällt jedoch, dass wir aus zweimal zwei Vorspeisen und drei Hauptspeisen auswählen können. So ist immer etwas dabei, das wir gern haben.

EIN HISTORISCHER BETRIEB WIRD MODERN

Ausser dem über zwei Stockwerke reichenden, begehbaren Glas/Weinkubus (von der Rezeption bis ins Restaurant hinauf) gibt es auch einen Weinkeller – unbedingt einen Blick reinwerfen! –, der im Gewölbe des historischen Altbaus untergebracht ist. Wie Inhaberin und Gastgeberin Ellen Nenning erzählt, wurde das Haus bereits 1648 als Gasthaus errichtet und gehörte damals der angesehenen Vorarlberger Familie Feuerstein. Zwar nicht mehr direkt mit den Feuersteins blutsverwandt, aber doch familienzugehörig, hat die Grossmutter von Ellen Nenning 1947 einen ersten Anbau mit 28 Zimmern realisiert.

Als die Enkelin vor 22 Jahren übernimmt, ist ihr erklärtes Ziel, das Haus auf 4-Sterne-Niveau mit Hauben-Küche zu bringen. Und: Das neu entwickelte Konzept des Geniesser- und Kuschelhotels sorgt für saison- und wetterunabhängigen Erfolg. Wie schon erwähnt, entsteht 2005 das Blütenschloss mit 24 Kuschelsuiten und 2009 erfolgt ein weiterer Um- und Neubau. Heute hat das Gams 120 Betten sowie 60 ganzjährig Beschäftigte und ist somit der grösste Arbeitgeber von Bezau. Weil wegen mangelndem Bauland nicht weiter expandiert werden kann, stürzt sich Ellen Nenning nun in die Entwicklung neuer Ideen, um das Haus noch weiter auf Paaraufenthalte zu spezialisieren. Wir sind gespannt!


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Königlich tafeln kann man im Restaurant des Kuschelhotel Gams, etwas frischer ist das Ambiente im Wintergarten.

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Wo gibt's denn sowas! Eine offene Küche im historischen Ballsaal...

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Hier wird ausgezeichnet gekocht, echt! Das kross gebratene Zanderfilet auf weisser Quinoacreme mit Urkarottensauté und Zotronenverbenenschaum hat sehr gemundet.

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Ellen Nennig führt das Hotel seit 22 Jahren und hat es zur Paar-Oase gemacht.

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Wem eine Verewigung an einer der Wände nicht reicht, kann sich auch ein Liebesschloss kaufen und es beim Eingang an der Fassade befestigen.

Eigentlich hätten wir in Bezau und Umgebung allerlei Wintersport betreiben können, doch wir hatten gerade mal Zeit für einen Spaziergang! Und so geht es den meisten Paaren, die sich hier eine kleine Auszeit nehmen. Dass ein 65 Prozent-Anteil der Paare aus der Schweiz stammt, amüsiert uns sehr. Offensichtlich machen die Hoteliersfamilie und die Schweizer alles richtig: Sie kümmern sich um die wertvolle Zeit zu zweit!


INFOS

Geniesser- und Kuschelhotel Gams

Platz 44
A-6870 Bezau
www.hotel-gams.at

Es gibt unterschiedlich lange Arrangements mit verschiedenen Programminhalten, ausserdem kann man Spezialmenüs buchen wie «Geniessertraum gemeinsam» mit Küchen-Apéro, siebengängigem Gourmetmenü und Weinbegleitung. Alle Angaben sind auf der Homepage zu finden.


© Text: Inge Jucker; Fotos: Heinz Jucker | Travel-Experience.ch

Offenlegung: Wir waren vom Kuschelhotel Gams für drei Nächte und die Schokosahne eingeladen.


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