Zur Einweihung der Helvetic-Strecke Zürich–Bordeaux durfte ich das «kleine Rom» und seine Umgebung besuchen. Die Reise war toll, aber eindeutig zu kurz!
Saint Emilion
Wenn man schon in Bordeaux ist, muss man auch Saint Emilion besuchen…

Weshalb man angeblich bereits im 3. Jahrhundert Bordeaux als das «kleine Rom» bezeichnete, hat sich mir während des Kurztrips nicht erschlossen. Vielleicht weil sie unter den Römern zur Hauptstadt der Provinz Aquitanien ernannt worden war? Egal – prunkvoll ist die Altstadt an der Garonne auf jeden Fall.

Zehn städtische Museen und eine Handvoll privater Ausstellungen erzählen Bordeaux’ Geschichte, die Entwicklung von Kunst und Kultur – sowie des Weines. Und fast die halbe Stadt gehört seit 2007 zum UNESCO-Weltkulturerbe, denn mit mehr als 350 Baudenkmälern hatte Bordeaux gute Gründe für die Aufnahme in die Liste.

Bordeaux spiegelbildlich

Ich stehe an der Place de la Bourse und bewundere die imposanten Palais aus dem 18. Jahrhundert im Doppelpack, nämlich real und auch als Spiegelbild in der Nasszone am Fluss. Bei Dunkelheit wirkt die Szenerie natürlich noch viel edler – bestimmt ist dieser «Spiegel» der schönste im Land. Auch die Pont de pierre, die einzige Brücke in der Altstadt, beeindruckt mich mit den sich abwechselnden Lampenformen und den 17 harmonischen Brückenbogen. Trams, Autos, Velofahrer und Fussgänger teilen sich die Flussüberquerung.

Bordeaux
Die Kirche Notre-Dame von Bordeaux.

Irgendetwas irritiert mich immer wieder. Es fehlt etwas… Irgendwann stösst mich ein Mitreisender drauf: Es sind die Oberleitungen der Trams, die fehlen, und deshalb den Anblick der Altstadt zum kabellosen Genuss machen. Die Geschichte der Trams reicht bis ins Jahr 1880 zurück. Von 1958 bis 2003 fuhren in Bordeaux jedoch gar keine Trams. Und die neuen werden – zumindest in der Altstadt – durch eine Stromschiene zwischen den Schienen mit Energie versorgt. Nur in den Aussenbezirken fährt das Tram ganz normal mit Oberleitung. Die Stromversorgung wechselt der Tramführer an den entsprechenden Haltestellen. Ganz schön clever!

Bordeaux
Kleines Shopping-Center in der Altstadt.

Felsenkirche von Saint-Émilion

So gut mir diese nicht durch Kabel verseuchte Ansicht auch gefällt, mein Programm ist dicht gedrängt, denn mir stehen nur wenig mehr als 24 Stunden zur Verfügung. Saint-Émilion heisst die nächste Station. Der kleine Ort samt umliegendem Weinbaugebiet zählt ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Chateau de Ferrand
Auf Weindegustation im Château de Ferrand.

Unter den vielen historisch bedeutsamen Gebäuden und Ruinen darf man eines auf gar keinen Fall auslassen: die Felsenkirche. Von aussen sieht man vor allem den Turm. Der Rest der Kirche verbirgt sich im Kalksteinfels aus dem die Kirchenräume herausgehauen wurden. Die mittelalterliche Kirche wird innen mittlerweile gestützt, damit sie noch lange erhalten bleibt.

Saint-Emilion
Die Felsenkirche von Saint-Émilion.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Städtchen Arcachon, am Ufer des Bassin d’Arcachon gelegen, dann die Dune du Pilat, die höchste Düne Europas, und natürlich all die vielen Weingüter in der Region. Viele können in Kombination mit einer Weindegustation besichtigt werden, in einigen kann man sogar übernachten. Hier lohnt es sich, eine spezielle Weintour zu unternehmen, denn so kommt man zu den besten Informationen.

Dune du Pilat, Arcachon
Die Dune du Pilat, höchste Düne Europas.

Infos zu Bordeaux

ANREISE
Per Flug in etwa eineinhalb Stunden von Zürich direkt nach Bordeaux.

Helvetic Airways
Und so wird an Bord der Helvetic gefrühstückt…!

UNTERKUNFT
Hôtel Burdigala
115, rue Georges Bonnac
F-33000 Bordeaux
Tel: +33 5 569 016 16
www.burdigala.com

La Cour Carrée
5, rue de Lurbe
F-33000 Bordeaux
Tel: +33 5 573 500 00
lacourcarree.com

WEITERE DESTINATIONSINFOS
www.bordeaux-tourisme.com

© Text & Fotos: Inge Jucker | TravelExperience.ch

Offenlegung: Helvetic Airways hat zu diesem Kurztrip eingeladen.

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